Alt Pfadfinder Rosenheim


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Der Name meines Bruders

Tamaras GebetTAMARAS GEBET

Unter dem sternenbedeckten Himmel hatte Tamara keine Scheu, sich an Gott zu wenden. Sie glaubte, Ihn besser zu kennen als ihren Mann. Ihre geflüsterten Worte verloren sich im Rauschen des Baches. Dennoch hoffte sie, dass sie bis zu Ihm aufsteigen würden.

Als die Männer, die mit dem Jeep gekommen waren, ihr Haus verließen, bestand Zahed darauf, ihnen Orangen anzubieten, und bat seine Frau, ihm zu helfen, zwei große Körbe zu füllen. Sie weigerte sich.

An diesem Abend blieb Tamara länger als sonst auf der Bank sitzen. Sie wagte nicht, die Worte auszusprechen, die ihr auf der Zunge brannten. Und so blieb ihr Gebet auch dieses Mal stumm:
"Dein Name ist groß, und mein Herz ist zu klein, um ihn ganz zu umfassen. Was sollst Du mit dem Gebet einer Frau wie mir anfangen? Meine Lippen berühren kaum den Schatten Deiner ersten Silbe. Aber, so heißt es, Dein Herz ist größer als Dein Name. Wie groß Dein Herz auch sein mag, eine Frau wie ich kann es in ihrem eigenen schlagen hören. So heißt es, wenn sie von Dir sprechen, und sie sagen nichts als die Wahrheit.
Aber warum muss ich in einem Land leben, in dem die Zeit ihre Arbeit nicht verrichten kann? Die Farbe hat keine Zeit, abzublättern, die Vorhänge haben keine Zeit, zu vergilben, die Teller haben keine Zeit, zu zerspringen. Die Dinge sterben vorzeitig, die Lebenden sind immer langsamer als die Toten. Die Männer in unserem Land altern schneller als ihre Frauen. Sie vertrocknen wie Tabakblätter.

Der Hass ist es, der ihre Knochen beieinander hält. Ohne Hass würden sie im Staub in sich zusammenfallen, um nie wieder aufzustehen. Eine Windböe könnte sie forttragen. Nur die nächtlichen Klagen ihrer Frauen blieben zurück. Hör mir zu, ich habe zwei Söhne. Der eine ist die Hand, der andere die Faust. Der eine nimmt, der andere gibt. An einem Tag der eine, am nächsten Tag der andere. Ich flehe Dich an, nimm mir nicht beide."

So betete Tamara an dem Abend, an dem sie sich geweigert hatte, die zwei Orangenkörbe zu füllen, die ihr Mann den Männern mit dem Jeep geschenkt hatte.

CH Beck Verlag:

Dies ist die Geschichte einer Familie im Krieg, an einem Ort ohne Namen, die in vielen Gegenden der Welt spielen könnte. Wie in einem Kammerspiel, hochaktuell und zugleich von überzeitlicher Gültigkeit, erzählt der Roman in einer klaren und poetischen Sprache von Manipulation und Moral, von Bruderliebe und von einem Geheimnis.
Als ihre Großeltern ums Leben kommen, endet die Kindheit der Zwillinge Amed und Aziz abrupt. Einer der Brüder soll zum Märtyrer werden. Der unheilbar kranke Aziz darf aus religiösen Gründen nicht geopfert werden, sagt der Vater. Aber Amed hat Angst. Und seine Mutter will nicht beide Söhne verlieren.

Larry Tremblays Roman "Der Name meines Bruders" ist ein eindrucksvolles Plädoyer gegen den Krieg, in Kanada mittlerweile Schullektüre. Er wurde mit dem Preis der Buchhändler von Québec ausgezeichnet.

22.11.15 19:53


Landschaftspflege 2015 auf der Röthelmoosalm

Pfadfinder schwenden RöthelmoosalmAlmbauern und Pfadfinder
schwenden gemeinsam


Alt-Pfadfinder unterstützen
die Aktion des Landschaftspflegeverbands
auf der Röthelmoosalm


Die Almbauern der Röthelmoosalmgemeinschaft freuen sich über die tatkräftige Unterstützung beim Schwenden des steilen Südhangs oberhalb des Dandlkasers auf der Röthelmoosalm.
Neun Senioren der Pfadfinder aus Laufen und Rosenheim unter der Anleitung von Dr. Sepp Heringer aus Laufen sind drei Tage lang im steilen Gelände im Einsatz.
Mit Motorsense, Astschere, Rechen und Heugabeln schneiden sie Brombeeren und Fichtenanflug aus dem steilen Wiesenhang.



Diese Pflanzen werden vom Weidevieh gemieden. Der Steilhang wird erst im Laufe des nächsten Sommers wieder abgegrast.
Ließen die Almbauern dieses Gestrüpp weiter wachsen, würde es in kurzer Zeit die Lichtweidefläche überwuchern.
In dem nährstoffarmen Magerrasen des Naturschutzgebiets wachsen zahlreiche seltene und schützenswerte Gräser und Kräuter, die offene, besonnte Hänge brauchen.
Der LPV hat Almbauern und Alt-Pfadfinder zusammengebracht und die Aktion organisiert. Ein wichtiges Anliegen des LPV ist es, die Almbauern bei ihrer oft anstrengenden Arbeit zum Erhalt der Kulturlandschaft zu unterstützen.
Besonders die Röthelmoosalm, die vollständig im EU-Vogelschutz-Gebiet liegt, beherbergt viele unterschiedliche Lebensräume vom Hochmoor bis zum Kalkmagerrasen und zeichnet sich deswegen durch eine hohe Biodiversität aus.
Die Alt-Pfadfinder erhalten für ihre landschaftspflegerische Tätigkeit vom LPV ein geringes Entgelt. Das wird wie die Jahre davor, für die Unterstützung der Arbeit der METI-School in Bangladesh überwiesen.

22.10.15 17:15


Gedanken zu

Laudato si - Schutz der ArbeitEinige Worte aus
der Feier der Eucharistie in St. Martin zu "Laudato si"

Zur Notwendigkeit, die Arbeit zu schützen
( zu 124 bis 128 der Enzyklika "Laudato si" )

Der Mensch ist der Mittelpunkt und das Ziel
allen wirtschaftlichen und sozialen Lebens.

Der Mensch muß in eigener Verantwortung,
sein materielles Wohl,
seine sittliche Entwicklung, seine geistige Entfaltung
in seine Hände nehmen.

Für die Verwirklichung
einer menschenwürdigen Gesellschaftsordnung
ist allen Menschen der Zugang zu einer Arbeit zu verschaffen,
die ihre Würde als Menschen nicht verletzt.
Diese Menschenwürde ist
über die Interessen der Unternehmen
und einer wirtschaftlichen Rationalität zu stellen.

Seit unserer Erschaffung sind wir zur Arbeit berufen.
Die Arbeit adelt den Menschen - nicht sein Reichtum!
Der technologische Fortschritt
darf die Arbeitskraft des Menschen nicht verdrängen.
Die Produktionskosten
durch die Verringerung der Arbeitsplätze zu senken
und die menschliche Arbeitskraft durch Maschinen zu ersetzen,
ist der falsche Weg
für die Entwicklung einer Gemeinschaft der Menschen
bei einer zunehmenden Weltbevölkerung.

Die Arbeit ist die wesentliche Grundlage menschlichen Lebens.
In ihr erfüllt sich der Sinn des Lebens auf dieser Erde.
Sie ist der Weg zur Reifung der menschlichen Entwicklung
und der persönlichen Lebensgestaltung.

Armen mit Geld zu helfen,
ist immer nur eine provisorische Lösung.
Ihnen müssen wir ihre eigene Arbeit
und damit ein würdiges Leben ermöglichen.

Der Abbau der Menschlichkeit im Arbeitsprozess
ist kein wirtschaftlicher Gewinn.
Der Verlust der Menschenwürde durch Arbeit
ist ein schlechtes Geschäft für die Gesellschaft.

22.10.15 18:07


Jahres-Treffen 2015 in Happing

JahresTreffen 2015 in HappingUnser Alt-Pfadfinder Jahres-Treffen

Kolbermoor, August 2015

Liebe Freundinnen und Freunde !

Wir laden Euch zu unserem Alt-Pfadfinder-Treffen ein.

Am * Freitag * 25. September 2015
um 16 Uhr feiern wir die Hl. Messe
in der Kirche St. Martin in Happing ( bei Rosenheim )

Mit dem Thema
der Umwelt-Enzyklika von Papst Franziskus "Laudato si"

Emmeran Hilger, Kaplan in St. Nikolaus, feiert die Eucharistie mit uns.
Die Gruppe "Musik to go" begleitet unsere Lieder.
Günter Meinl zeigt uns die "liebevoll restaurierte Kirche" von Happing.

Zu unserem Beisammensein treffen wir uns
um 17 Uhr im Gasthaus "Happinger Hof" im Nebenzimmer.

Eine Wanderung ist bei diesem Treffen nicht geplant.
Wir freuen uns auf das Wiedersehen mit vielen treuen Freundinnen und Freunden!

Euer
Paul und Georg


Eine organisatorische Bitte:
Wir hoffen auf ein Lebenszeichen von denen,
die nicht an unserem Treffen teilnehmen können !

G a n z w i c h t i g :
Änderungen - Anschrift - Telefon - email - mobil -

Das Treffen 2016 ist am letzten Wochenende im September 2016.

Almputz als Seniorensport
Wie in den vergangenen Jahren laden wir euch zu einer "Entbuschungs-Aktion" im September ein.
Genauere Angaben werden noch bekannt gegeben.
Euere Anmeldung zur Mitarbeit bitte an den Georg.
Jede Hilfe ist willkommen ob für Stunden oder Tage.
Der Erlös ist wieder für das Entwicklungsprojekt METI in Bangladesh bestimmt.

_______________________

Paul Zehetmeir
Obere Breitenstein Straße 35
83059 Kolbermoor
08031 - 92913
christaz@t-online.de

Georg Schmid
Pettenkofer Str. 21
83022 Rosenheim
08031- 3523960
georg.schmid.ro@gmx.de


2.8.15 23:03


Lied an Schwester Erde

Laudato si - Schwester Erde
Wer hat dich nur so zerstört - Gäa ?
Am Beginn meines Lesens bin ich bei den Worten stehen geblieben.

Zitate aus der Enzyklika:

1. "Laudato si', mi' Signore
Gelobt seist du, mein Herr"
,
sang der heilige Franziskus von Assisi.
und weiter sang er:
"Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt
und bunte Blumen und Kräuter."

2. Diese Schwester schreit auf wegen des Schadens,
den wir ihr aufgrund des unverantwortlichen Gebrauchs und des Missbrauchs der Güter zufügen,
die Gott in sie hineingelegt hat.

Wir sind in dem Gedanken aufgewachsen,
dass wir ihre Eigentümer und Herrscher seien, berechtigt, sie auszuplündern.
Die Gewalt des von der Sünde verletzten menschlichen Herzens
wird auch in den Krankheitssymptomen deutlich,
die wir im Boden, im Wasser, in der Luft und in den Lebewesen bemerken.

Unser eigener Körper ist aus den Elementen des Planeten gebildet;
seine Luft ist es, die uns den Atem gibt, und sein Wasser belebt und erquickt uns.

Nichts von dieser Welt ist für uns gleichgültig

8. Patriarch Bartholomäus hat besonders von der Notwendigkeit gesprochen,
dass jeder Einzelne die eigene Weise, dem Planeten zu schaden, bereut,
denn "insofern wir alle kleine ökologische Schäden verursachen",
sind wir aufgerufen,
"unseren kleineren oder größeren Beitrag zur Verunstaltung und Zerstörung der Schöpfung" [14] anzuerkennen.

... dass Menschen anderen Menschen Schaden zufügen und sie krank machen,
indem sie die Gewässer der Erde, ihren Boden und ihre Luft
mit giftigen Substanzen verschmutzen - all das sind Sünden."[15]
Denn "ein Verbrechen gegen die Natur zu begehen,
ist eine Sünde gegen uns selbst und eine Sünde gegen Gott." [16]

9. Zugleich machte Bartholomäus auf die ethischen und spirituellen Wurzeln der Umweltprobleme aufmerksam, die uns auffordern, Lösungen nicht nur in der Technik zu suchen,
sondern auch in einer Veränderung des Menschen,
denn andernfalls würden wir nur die Symptome bekämpfen.
Er schlug uns vor, vom Konsum zum Opfer,
von der Habgier zur Freigebigkeit,
von der Verschwendung zur Fähigkeit des Teilens überzugehen,
in einer Askese, die "bedeutet, geben zu lernen und nicht bloß aufzugeben.
Es ist eine Weise des Liebens, schrittweise von dem, was ich möchte,
zu dem überzugehen, was Gottes Welt nötig hat.
Es ist eine Befreiung von Ängstlichkeit, Habgier und Zwang".[17]

Wir Christen sind außerdem berufen,
"die Welt als ein Sakrament der Gemeinschaft anzunehmen,
als ein Mittel, mit Gott und unserem Nächsten auf globaler Ebene zu teilen.
Es ist unsere bescheidene Überzeugung,
dass das Göttliche und das Menschliche einander begegnen
in den kleinsten Details des nahtlosen Gewandes der Schöpfung Gottes,
sogar im winzigsten Staubkorn unseres Planeten."[18]


Der Gedanke in 9. der Enzyklika, die Schöpfung als ein Sakrament zu sehen, erscheint mir wie die Achse, um die sich die Sorge des Papstes und unseres Denkens und Handelns dreht.

Und dann ist da sein Aufruf an alle Betroffenen. Mit der Möglichkeit und der Hoffnung auf Veränderung.

13. Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen,
schließt die Sorge ein,
die gesamte Menschheitsfamilie
in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen,
denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können.
Der Schöpfer verlässt uns nicht,
niemals macht er in seinem Plan der Liebe einen Rückzieher,
noch reut es ihn, uns erschaffen zu haben.
Die Menschheit besitzt noch die Fähigkeit zusammenzuarbeiten,
um unser gemeinsames Haus aufzubauen.
Ich möchte allen,
die in den verschiedensten Bereichen menschlichen Handelns daran arbeiten,
den Schutz des Hauses, das wir miteinander teilen, zu gewährleisten,
meine Anerkennung, meine Ermutigung und meinen Dank aussprechen.
Besonderen Dank verdienen die, welche mit Nachdruck darum ringen,
die dramatischen Folgen der Umweltzerstörung im Leben der Ärmsten der Welt zu lösen.

Die jungen Menschen verlangen von uns eine Veränderung.
Sie fragen sich, wie es möglich ist, den Aufbau einer besseren Zukunft anzustreben,
ohne an die Umweltkrise und an die Leiden der Ausgeschlossenen zu denken.

14. Ich lade dringlich zu einem neuen Dialog ein über die Art und Weise,
wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten.
Wir brauchen ein Gespräch, das uns alle zusammenführt, denn die Herausforderung der Umweltsituation, die wir erleben, und ihre menschlichen Wurzeln interessieren und betreffen uns alle.


Das war der kurze Flug einer Alten Eule.
Euer Heinz

Quelle: Vatikan


11.7.15 02:48


Georgstag 2015 - Die Freunde der Pfadfinder

Georgstag 2015 Predigt von Andreas SangDie Predigt von Andreas Sang,
unserem neuen Diözesankuraten,
am Georgstag 2015
in der Bürgersaalkirche.
Eine gute Predigt hat es nicht verdient,
so schnell vergessen zu werden.

________________________________________

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn,

Vom Marienplatz hierher bin ich an 5 Gotteshäusern vorbeigegangen; alle christlich, alle katholisch.
Die Leute an denen ich vorbeigegangen bin, waren aber sicherlich nicht zu 100% Katholiken.
Ich bin mir nicht mal sicher ob die Mehrheit Christen waren.

Aus dieser Tatsache ergeben sich vielfältige Fragen:

Wie gehen wir mit christlichen Symbolen in der Öffentlichkeit um. Das berühmte Kruzifix im Klassenzimmer.
Wie laut und wie lang darf eine Kirchturmglocke auf dem Dorf läuten.
Welche Sonderrechte genießt die Kirche. Welches Gewicht wird ihr in der öffentlichen Debatte eingeräumt.
Wie kommt es an, wenn ich mich auf einer Feier als Christ oute, wenn ich mich hinstelle und sage: Ich gehöre einem katholischen Jugendverband an.

Wie geht das, Georgspfadfinder zu sein,
mit all unseren Überzeugungen und Werten in dieser Welt, als Teil dieser Welt?

Wie geht das Christsein in Pluraler Gesellschaft?


Diese Frage hat auch die ersten Anhänger der Jesusbewegung umgetrieben.
Paulus gibt daher sehr konkrete Handlungsanweisungen.
Als neue und recht exotische Bewegung im römischen Reich rät er dazu sich möglichst staatskonform zu benehmen.
Wer im Strom mitschwimmt fällt nicht so auf und wird in Ruhe gelassen.
Obwohl oder gerade weil er selbst Opfer von Staatsgewalt geworden ist, legitimiert jede Form von Herrschaft als gottgewollt.
Er geht sogar so weit, dass er den Sklaven von perversen Herren sagt, sie mögen sich treu in ihr Schicksal beugen und somit Anteil erhalten am Weg Christi, der ja auch unschuldig gelitten hat.
Christen müssen dem gesellschaftlichen Mainstream folgen, auch wenn man ihn für falsch hält.

Ich werde Paulus sicher nicht gerecht, aber überspitzt könnte man mit ihm formulieren:
"Hauptsache man macht es allen recht."
Die Gegenposition vertritt kein geringere als Johannes der Seher, Verfasser der Johannes Offenbarung.
Er stellt dem "Hauptsache man macht es allen recht" sein "Hauptsache echt" entgegen.

Er spricht sich dafür aus in aller Öffentlichkeit für das Gute, das Wahre und Schöne einzutreten und das Böse beim Namen zu nennen.

Ihr kennt alle the number of the beast 666. Das stammt von Johannes.
Das von ihm beschriebene Biest, das Ungeheuer steht für die 4 erlebten Weltreiche, Babylon, Persien, Griechenland und jetzt eben Rom.

Das Biest steht für all das Übel dass er in ihrer Herrschaft erkennt:
Die Ungerechtigkeit, die Gier, die Ausschweifung, die Unterdrückung und die Ausbeutung.
Er entlarvt diese Systeme als von Grund auf böse, als menschenverachtend, als gottlos.

Je mehr Götzen sie in ihren Kulten vor sich hertragen und
sich für sie prostituieren, sich verkaufen,
desto größer wird die Schuld all jener,
die sich nicht dagegen positionieren.

Die nicht den Drachen der Intoleranz und der Gewalt
mit dem Speer des Wortes und dem Schwert des eigenen Widerstandes zu töten suchen.

Es ist kein Zufall liebe Schwestern und Brüder, dass heute am Gedenktag des Hl. Georg die Leseordnung der Kirche keinen Text aus einem der Pastoralbriefe des Hl. Paulus vorschreibt, sondern einen aus der Apokalypse.

Johannes ruft seinen Lesern zu:
"Wärt ihr wenigsten warm oder kalt! Aber doch nicht lau."

Der Heilige Georg war alles andere als lau.
Er hat das Böse als Böses erkannt, es benannt und bekämpft.
Er hat gestritten für das Gute und Schöne und hat den Drachen der Sünde, der Gottesferne, den Drachen der Ungerechtigkeit der Legende nach mit seinem Speer getötet.

Als Pfadfinderinnen und Pfadfinder dürfen wir niemals lau sein. Im Gegenteil.

Sage was du denkst und tue was du sagst.
Bilde dir eine Meinung und steh dazu.


Wenn wir uns an unserem Patron orientieren, müssen wir jeden Tag neu das Böse in unsere Welt als Böses entlarven und mit dem Mut eines Heiligen dem Bösen entgegentreten.

Wir müssen aufstehen und nein sagen, wenn einer seinen Satz beginnt mit den Worten:
"Ich habe nichts gegen Ausländer, aber ...
Ich habe nichts gegen Moslems, aber ...
Ich habe nichts gegen Juden, aber ..."

Wir müssen mit wachen Augen auf die Rechte von Minderheiten blicken und wir müssen - da bin ich ganz bei Paulus - so leben, dass an uns erkannt wird, wie Leben in Freiheit und Gerechtigkeit, in Solidarität und Liebe gelingen kann.

Dafür müssen wir aber auch in uns selbst
das Böse als Böses erkennen.

Wir müssen uns so wie der Heilige Georg gegen das Biest der Gier, des Neids, der Faulheit, der Lüge stellen und ihm den Kampf ansagen.
Ich kenne einige, die von sich sagen: "Ich bin gut, ich tue nichts was wirklich schlecht ist.
Es gibt nichts wogegen ich mich da stellen müsste."

Solange man das Böse nicht als Böses benennt,
gewinnt es an Kraft.

Es kann so stark in einem werden, dass man es aus eigener Kraft nicht mehr besiegen kann, nicht mehr in die Schranken weisen kann.
Man wird zum Getriebenen, zum Sklaven der Sünde.
In diese Situation der Hilflosigkeit spricht Jesus seine Frohe Botschaft:
"Wenn ihr in mir bleibt und mein Wort in euch bleibt,
dann bittet um alles was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten."
Die Mächte der Unterwelt werden uns nicht, werden dich nicht überwinden, wenn du mit Christus verbunden bleibst;
und du bleibst mit ihm verbunden, wenn du dem Rat des Gründers von Taizé folgst.

Nimm das vom Evangelium was du verstanden hast und
sei es noch so wenig und lebe es. Hauptsache echt!



_______________________________________

veröffentlicht mit der Erlaubnis von Andreas Sang


10.7.15 00:14


Papst Franziskus packt an

Hagamos lio"Hagamos lío"


bedeutet so viel wie "Macht Wirbel!" und"Stiftet Unruhe!"
Erzbischof Jorge Mario Bergoglio pflegte dies
seinen Leuten in Buenos Aires zu sagen,
wenn er wollte, dass sie etwas unternahmen,
hinaus gingen und die Dinge anpackten.



Quelle: Herder Korrespondenz, April 2015


30.4.15 22:20


Welthunger durch Verschwendung

Hunger durch Verschwendung
W E L T H U N G E R

Wahnwitzige Verschwendung


Von Marlene Weiss

Ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion
wird weggeworfen,
so steht es in einem neuen Bericht
der britischen Organisation
Waste and Resources Action Programme (Wrap).

In Südostasien gehen
laut Zahlen der Welternährungsorganisation FAO
zwischen Feld und Esstisch
37 bis 80 Prozent der Reisernte verloren.

In Indien erreicht
fast die Hälfte der Obst- und Gemüseproduktion
nie einen Verbraucher, sondern verrottet,
weil viele Früchte bei der Ernte beschädigt werden
und eine vernünftige Kühlkette fehlt.

Aber ein großer Teil dieser Probleme ließe sich
vergleichsweise einfach, billig und ressourcenschonend beheben,
indem man schlicht die wahnwitzige Verschwendung reduziert.
Und zwar überall auf der Welt:
So lange die Menschheit auf diese Weise
mit Nahrungsmitteln umgeht,
wird der Hunger nicht aus der Welt verschwinden.



Quelle:
Süddeutsche Zeitung, 28. Februar 2015, Seite 37


26.4.15 06:59


Misereor 2015

Gold gegen Hunger
GOLD GEGEN HUNGER



Ein großer Brocken Gold und
einige kleine abgeschlagene Körner.
Zu wenige für die Hungrigen,
die auf sie warten.
Der große Brocken aber
gibt nichts her.
Goldkörner werden
in der Erde nicht fruchtbar.
Ein Streichholz gibt mehr Wärme
als so ein Batzen Gold.
Dahinter zieht
das schwarze Band des Unheils vorüber.
Durch die Wüste und
an seinen Ufern herrscht Öde.
Das Gold errettet sie nicht
von der Unfruchtbarkeit.
Ein Goldbatzen ist
kein Samenkorn,
aus ihm wächst kein Leben.
Gold gebärt
Neid, Gier und Mord.



Das sind meine Gedanken zu
MISEREOR Hungertuch 2015
"Gott und Gold - Wie viel ist genug?"

Das Hungertuch ist gestaltet von Dao Zi


Heinz Kobald © 2015


13.4.15 01:07


Georgstag 2015 der Altpfadfinder Rosenheim

Georgstag 2015 Altpfadfinder Rosenheim


Liebe Altpfadfinderinnen, liebe Altpfadfinder,
wir laden Euch herzlich ein zum

Georgstag 2015
am Mittwoch, den 22. April 2015


Wir treffen uns um 13h00 Uhr in Fischbachau,
an der Klosterkirche St. Martin ("Martinsmünster")
.
(Parkplätze gibt es vor der Kirche und hinter der Kirche am Gemeindehaus)

Nach einer besinnlichen Andacht in der Kirche,
wird uns Günter Meinl eine kurze Einführung geben
in die "besterhaltene romanische Basilika Südbayerns".
Anschließend "bewandern" wir die Leitzach,
kommen gegen 15h30 nach Fischbachau zurück,
und lassen den Nachmittag im Café Heger,
schräg gegenüber der Gemeinde, ausklingen.

Die Teilnahme Eurer Partner/in ist selbstverständlich erwünscht!
Auf eine rege Teilnahme freuen sich

Paul Zehetmeir
(Tel. 08031-92913, E-Mail: christaz@t-online.de)
Georg Schmid
(08031-3523960, E-Mail: georg.schmid.ro@gmx.de)

11.4.15 12:10


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