Alt Pfadfinder Rosenheim


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Papst Franziskus packt an

Hagamos lio"Hagamos lío"


bedeutet so viel wie "Macht Wirbel!" und"Stiftet Unruhe!"
Erzbischof Jorge Mario Bergoglio pflegte dies
seinen Leuten in Buenos Aires zu sagen,
wenn er wollte, dass sie etwas unternahmen,
hinaus gingen und die Dinge anpackten.



Quelle: Herder Korrespondenz, April 2015


30.4.15 22:20


Welthunger durch Verschwendung

Hunger durch Verschwendung
W E L T H U N G E R

Wahnwitzige Verschwendung


Von Marlene Weiss

Ein Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion
wird weggeworfen,
so steht es in einem neuen Bericht
der britischen Organisation
Waste and Resources Action Programme (Wrap).

In Südostasien gehen
laut Zahlen der Welternährungsorganisation FAO
zwischen Feld und Esstisch
37 bis 80 Prozent der Reisernte verloren.

In Indien erreicht
fast die Hälfte der Obst- und Gemüseproduktion
nie einen Verbraucher, sondern verrottet,
weil viele Früchte bei der Ernte beschädigt werden
und eine vernünftige Kühlkette fehlt.

Aber ein großer Teil dieser Probleme ließe sich
vergleichsweise einfach, billig und ressourcenschonend beheben,
indem man schlicht die wahnwitzige Verschwendung reduziert.
Und zwar überall auf der Welt:
So lange die Menschheit auf diese Weise
mit Nahrungsmitteln umgeht,
wird der Hunger nicht aus der Welt verschwinden.



Quelle:
Süddeutsche Zeitung, 28. Februar 2015, Seite 37


26.4.15 06:59


Misereor 2015

Gold gegen Hunger
GOLD GEGEN HUNGER



Ein großer Brocken Gold und
einige kleine abgeschlagene Körner.
Zu wenige für die Hungrigen,
die auf sie warten.
Der große Brocken aber
gibt nichts her.
Goldkörner werden
in der Erde nicht fruchtbar.
Ein Streichholz gibt mehr Wärme
als so ein Batzen Gold.
Dahinter zieht
das schwarze Band des Unheils vorüber.
Durch die Wüste und
an seinen Ufern herrscht Öde.
Das Gold errettet sie nicht
von der Unfruchtbarkeit.
Ein Goldbatzen ist
kein Samenkorn,
aus ihm wächst kein Leben.
Gold gebärt
Neid, Gier und Mord.



Das sind meine Gedanken zu
MISEREOR Hungertuch 2015
"Gott und Gold - Wie viel ist genug?"

Das Hungertuch ist gestaltet von Dao Zi


Heinz Kobald © 2015


13.4.15 01:07


Georgstag 2015 der Altpfadfinder Rosenheim

Georgstag 2015 Altpfadfinder Rosenheim


Liebe Altpfadfinderinnen, liebe Altpfadfinder,
wir laden Euch herzlich ein zum

Georgstag 2015
am Mittwoch, den 22. April 2015


Wir treffen uns um 13h00 Uhr in Fischbachau,
an der Klosterkirche St. Martin ("Martinsmünster")
.
(Parkplätze gibt es vor der Kirche und hinter der Kirche am Gemeindehaus)

Nach einer besinnlichen Andacht in der Kirche,
wird uns Günter Meinl eine kurze Einführung geben
in die "besterhaltene romanische Basilika Südbayerns".
Anschließend "bewandern" wir die Leitzach,
kommen gegen 15h30 nach Fischbachau zurück,
und lassen den Nachmittag im Café Heger,
schräg gegenüber der Gemeinde, ausklingen.

Die Teilnahme Eurer Partner/in ist selbstverständlich erwünscht!
Auf eine rege Teilnahme freuen sich

Paul Zehetmeir
(Tel. 08031-92913, E-Mail: christaz@t-online.de)
Georg Schmid
(08031-3523960, E-Mail: georg.schmid.ro@gmx.de)

11.4.15 12:10


Dr. theol. Prof. Reiner Kaczynski

Reiner Kaczynski - Erfülltes LebenReiner Kaczynski - Vollendung eines Lebens



"Nicht der große Hut macht den Pfadfinder."


sagte Ludwig Weinberger zu Reiner Kaczynski als er 1952 zu den Pfadfindern von Christkönig in Rosenheim kam.
Was Reiner neben Knoten lernen, Kothen aufstellen und Karten lesen wirklich interessierte, das zeigte sich bald. Er befasste sich mit der Deutung der "Heiligen Zeichen" nach Romano Guardini und las die Apostelgeschichte.
Am 23. Dezember 1952 legte er sein Pfadfinder-Versprechen ab.
Am 21. September 1953 übernahm er die Sippe Fuchs.
Die Landesleitung ernannte ihn am 8. April 1954 zum Kornett. Er schrieb eine Arbeit mit dem Thema "Die gute Tat - Möglichkeiten ihrer Erfüllung".
Reiner bildete die Ministranten in Christkönig aus. Dabei fiel seine Freude an der Gestaltung der Liturgie auf. Reiner hatte sich entschlossen, Theologie zu studieren. Vom 5. bis 8. April 1956 war der Stamm auf der Kolpinghütte. Kaplan Meier feierte die Eucharistie. Reiner war begeistert als Kaplan Meier versus populum zelebrierte.
Bei den Ritterfesten der Pfadfinder von Christkönig bewegte sich Reiner nicht so sehr auf dem Tanzparkett. Er liebte die Rolle des Mundschenk.
Das Abitur bestand Reiner 1958 mit der Note 1 und ging anschließend zum Theologiestudium nach Rom an das Germanicum.
Im Sommer 1960 absolviert er einen Bundeskurs für Feldmeister auf Westernohe im Westerwald. Reiner bleibt während seines Studiums der Theologie ein Pfadfinder.
Eine Nachtwallfahrt der Ritter war zum jährlichen Brauch geworden. Als angehender Theologe schrieb Reiner dafür 1960 einen eindrucksvollen Text mit zehn Stationen zu den 10 Pfadfindergesetzen.
Die Primiz feierte Reiner am 10. Oktober 1964 in der alten römischen Kirche San Giorgio al Velabro. Am 11. Juli 1965 feierte Reiner seine Priesterweihe in Christkönig mit den Pfadfindern.

Wegzeichen aus dem Georgslauf zum Professor für Liturgiegeschichte:



11. Mai 1939: geboren in Breslau
1958: Abitur in Rosenheim
1958-1965: Studium Philosophie und Katholischen Theologie, Gregoriana Rom
10. Oktober 1964: Priesterweihe in Rom
1965-1967: Kaplan in München
1967-1971: Studium Katholisch-Theologische Fakultät, Liturgisches Institut Trier
10. Juli 1971: Promotion Dr. theol., Katholisch-Theologische Fakultät in Trier
1971-1979: Liturgiekommission der Deutschen Bischofskonferenz
WS 1976/77: Lehrauftrag für Liturgiewissenschaft im Fachbereich Katholische Theologie der Universität Regensburg
1. Oktober 1980 - 1. Oktober 2004: Professor für Liturgiewissenschaft,
Katholisch-Theologische Fakultät Ludwig-Maximilian-Universität München
1. Oktober 1980 - 1. April 2005: Direktor des Priesterseminars "Herzogliches Georgianum"
1984-1994: Consultor der Kongregation für den Gottesdienst
ab 1989: Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung
1987-2005: Mitglied der Diözesankommission für Liturgie und Kirchenmusik in der Erzdiözese München und Freising
2007: Prof. Dr. Reiner Kaczynski wurde vom Bundespräsident Horst Köhler das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland am Bande verliehen.
† 15. Januar 2015 in Flintsbach am Inn

Er begleitete die liturgische Erneuerung in der katholischen Kirche mit mehr als 300 wissenschaftlichen Veröffentlichungen.

___________________________________________

Quellen:

Ludwig Weinberger, Stammesfeldmeister von Christkönig,
Katholisch-Theologische Fakultät der Ludwig-Maximilian-Universität München
redaktionelle Bearbeitung: Heinz Kobald


12.4.15 04:12


Klimawandel im Wandel

Klimawandel im Wandel,Intergovernmental Panel on Climate Change der UN,Klimawandel im Wandel

Eine Mitteilung von Walter - walter.jahn@mac.com -

schreibt am 25 Feb 2015, 09:46:13 zum Klimawandel,

für die Pro- und Kontradebattierer lohnt sich ein Blick
auf die Webseite des Intergovernmental Panel on Climate Change der UN:
http://www.ipcc.ch/pdf/assessment-report/ar5/syr/SYR_AR5_SPMcorr2.pdf.

1. Satz im Synthese-Bericht 2014

"Human influence on the climate system is clear,
and recent anthropogenic emissions of greenhouse gases
are the highest in history.
Recent climate changes have had widespread impacts
on human and natural systems."

Ein "weiter so" empfiehlt sich demnach eher nicht.
viele Grüße
Walter


_________________________________

Danke Walter für Deine Aufmerksamkeit.

Hier ist der Link zum Anklicken
Intergovernmental Panel on Climate Change


2.3.15 20:36


Peter auf den Spuren des Klimawandels

Peter Häusler - Klima-Wandel - vollständig
Peter auf den Spuren des Klimawandels

Guten Morgen liebe Freunde,

immer wenn ich was vom Klimawandel lese, werde ich hellhörig, so auch beim aktuellen Eintrag bei den "Altpfadfindern".
Nicht weil ich diesen leugne, so dumm bin ich nicht, weil er ja erkennbar ist.
Aber ich weigere mich der globalen Verdummung zu folgen, die da uns Menschen wegen unserer CO2-Produktion die Schuld an diesem Klimawandel und in dessen Folge natürlich an den Problemen der "armen Menschen auf den Philippinen" und am Untergang der Malediven einzureden versucht.

Nur 0,0365 % (= knapp 4 Zehntausendstel) der gesamten Atmosphärengase macht das CO2 aus. Nur 3,225 % des gesamten CO2-Ausstoßes auf der Erde sind von uns Menschen gemacht.
Sollen und können wir da wirklich glauben, dass das Öffentlichkeits-wirksam verbreitete, Schuldgefühle hervorrufen-sollende Ziel, wenn wir es nicht tun, 20 % zu reduzieren um den Planeten zu retten, also 0,645 % von 100 % Ausstoß, also ca. 0,0002 % (= 2 Millionstel) des CO2-Anteils der Luft, wirklich eine Auswirkung haben kann?

Lassen wir uns auch nicht von den Horrormeldungen über die x Tonnen CO2, die wir in die Atmosphäre blasen bzw. verhindern sollen, erschrecken. Die %-Werte relativieren das doch eindrucksvoll. Das wird locker von der Vegetation durch verstärktes Wachstum aufgenommen (Raubbau an Regenwäldern ist ein anderes Thema).

Zudem ist CO2 ca. 1,5-mal schwerer als das Luftgemisch, wird also immer das Bestreben haben, sich am Boden anzusammeln (und dort der Vegetation und damit unserer Ernährung wichtigste Dienste leisten) und sich kaum zu einem "Treibhausdach" in 10 km Höhe versammeln, von wo aus es die Erde durch Rückstrahlung erwärmt.
Wärme ist bekanntermaßen Strahlung, die zwar grundsätzlich von jedem Körper ausgehen kann, der wärmer ist als die absolute Temperatur (- 273 °C), aber nur einen Körper zu höherer Temperatur bringen kann, der selbst kälter ist.
Wie soll also eine Gasschicht in ca. 10 km Höhe (in der wegen der Rücksturztendenz zur Erde nach möglichen in die Höhe tragender Verwirbelungen kaum mehr CO2 vorhanden ist!) mit einer Temperatur von ca. -50 °C und kälter die Erde erwärmen?
Und selbst wenn sich diese Luftschicht dort oben erwärmt, wird sie diese Wärme durch Strahlung an kältere Räume, den Weltraum, abgeben und nicht an die wärmere Erde.
Auch eine Erhöhung der Wärmeabsorption durch Anreicherung mit CO2 dürfte in Anbetracht der Anteilsrelationen nur eine vernachlässigbare Temperaturerhöhung bringen.

Daher:
Klimawandel ist Tatsache - aber nicht merklich von Menschen gemacht.
Warum wohl heißt Grönland (= Grünland) so?
Warum konnte vor einigen Jahrhunderten sogar der Bischof von Trondheim in Norwegen Wein aus Eigenbau genießen? Also - es war schon mal wärmer! Wohl nicht durch die damaligen Holzfeuerchen (oder Lagerfeuer der Pfadfinder).

Vorstehendes soll zur eigenen Recherche und zum Nachdenken, aber durchaus auch zur Kritik anregen - um den richtigen "Pfad" zu finden.

nb:

Liebe Diskutanten,
die zweifelhaften Methoden des IPCC bezüglich wissenschaftlichen Arbeitens
und Würdigng vom "Mainstream" abweichender wissenschaftlicher Meinungen
sind aber auch bekannt.
Auch dazu hilft Google weiter.

Herzlichst Euer Peter

_____________________________

Peter Häusler,brandschutz@iphc.de
3. März 2015, 18:32:50


8.3.15 18:55


Klimawandel - ohne Veränderung

Klima-Schäden in Indonesien
Stürmische Zeiten für die Armen



Neun Taifune in einem Jahr.

Das ist die Realität für die Menschen auf den Philippinen.
Menschen, wie der Fischer Laute Kande,
spüren den Wandel des Klimas am eigenen Leib.
Der steigende Meeresspiegel,
in kürzer werdenden Abständen toben Taifune,
Küsten verwüstende Flutwellen und Erdrutsche
zerstören die Lebensgrundlage vieler armer Familien
auf den Philippinen.

Eine Frage der Menschlichkeit

Die Fischerfamilien auf den Philippinen müssen ihre Lebensweise
aufgrund des Klimawandels schon jetzt verändern.
Indessen erkennen wir nur allmählich,
dass wir umdenken und handeln müssen.
Denn unsere Lebensweise befördert den Klimawandel.
Als Teil der Schöpfung tragen wir Verantwortung,
dass alle auf der Welt in Würde leben können.

Wir müssen neu denken -
unser Handeln verändern


2° C sind das Maximum

für einen noch beeinflußbaren Klimawandel
Derzeit steuern wir auf eine 4° C wärmere Welt
bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zu.
Wenn sich das nicht ändert, besteht die Gefahr,
dass sich das gesamte Klimasystem verändert -
mit unumkehrbaren und sich selbst verstärkenden Folgen.

2 Tonnen C02

als gemeinsames Ziel
2011 produzierte in Deutschland jeder Mensch 11 Tonnen C02.
Auf den Philippinen lag dieser Wert bei rund 1,5 Tonnen.
Wenn jeder von uns nur 2 Tonnen C02 im Jahr produziert,
können wir das 2°-C-Ziel erreichen.

86 % der Opfer von Naturkatastrophen

der letzten 30 Jahre leben in den ärmsten Ländern der Welt
Denn es sind die Ärmsten der Armen,
die in Überschwemmungsgebieten oder
an abrutschgefährdeten Hängen
in einfachsten Hütten leben und
Unwettern und Erdrutschen schutzlos ausgeliefert sind.

40 Tage

dauert die Fastenzeit
Fasten im biblischen Sinne bedeutet,
mit den Gaben Gottes und
seiner Schöpfung verantwortungsvoll umzugehen
und diese maßvoll zu gebrauchen.
In seinem Fasten stellte sich Jesus zu den Armen und Schwachen.

_________________

Quelle für Bild und Text ist ein bekanntes Hilfswerk,
das ich hier nicht nennen möchte,
weil bei dieser Aufgabe zahlreiche Hilfswerke zusammen arbeiten.


______________________________________________

Befreiung vom Überfluss

Der Klimawandel, eskalierende Finanzmärkte, Schuldenkrisen,
die Verknappung jener Ressourcen,
auf deren kostengünstiger Verfügbarkeit
das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte,
sowie Befunde der Glücksforschung verdeutlichen,
dass die Wachstumsparty vorbei ist.
Folglich sind die Möglichkeiten einer Ökonomie,
die nicht ausschließlich auf Wachstum zielt, auszuloten.

Zu einer "Postwachstumsökonomie" gehören z.B.
der Rückbau geldbasierter Versorgungssysteme,
möglichst geringer Rohstoff- und Energieverbrauch,
regionale Wirtschaftskreisläufe,
kürzere Versorgungsketten.
Zudem ist sie durch Sesshaftigkeit gekennzeichnet,
also durch Glück ohne Kerosin.

Quelle: Bildungswerk Rosenheim, 2014
Prof. Dr. Niko Paech
Ökonom und Wachstumskritiker

______________________________________________

Das Ziel für unser Fastens
ist seit langer Zeit nicht nur unser Bauch.

Euere Alte Eule auf Spar-Flug ~
im Schnabel ein anders geschriebenes "Vater unser".

Vater aller

Wir ehren deinen Namen
Dein Wille geschehe
Wir erwarten deine Gegenwart
Das tägliche Brot
gib uns heute
Wie wir es geben anderen
Vergib uns unsere Schuld
Wie wir verzeihen anderen
Bewahre uns
vor der Versuchung
Wir wollen anderen
kein Ärgernis geben
Erlöse uns
von dem Bösen
Von deinem Willen
sind wir alle geschaffen
Nimm uns bei dir auf

Ehre dem Schöpfer



19.2.15 08:27


Meinungs-Freiheit, die verletzt

Charlies Presse-Freiheit
Charlie versteht
Pressefreiheit falsch




Die Freiheit des Menschen bedeutet nicht,
den anderen Menschen beleidigen zu dürfen.
Die Freiheit des anderen Menschen bedeutet nicht,
diese Beleidigung dulden zu müssen.
Die Freiheit der Meinungs-Äußerung bedeutet nicht,
gegen andere einen Meinungs-Terror zu entfachen.


Zitat:
»Der Auslöser der aktuellen Gewaltausbrüche
waren verschiedene Karikaturen vom Propheten Mohammed.
Sind die Zeichner zu weit gegangen?


Ich will hier keine Pauschalkritik an den Medien äußern.
Es gibt sehr gute Kommentare zum Thema, viele sind oft auch selbstkritisch.
Aber ich muss schon darauf aufmerksam machen,
dass die Pressefreiheit auch Presseverantwortung einschließt.
Ich habe für den Inter Action Council früherer Staats- und Regierungschefs
unter der Führung des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt
eine Erklärung der Pflichten für die Presse ausgearbeitet.

Und da steht im Paragraph 14:

"Die Freiheit der Medien
bringt eine besondere Verantwortung
für genaue und wahrheitsgemäße Berichterstattung mit sich.
Sensationsberichte,
welche die menschliche Person oder die Würde erniedrigen,
müssen stets vermieden werden".


Damals haben verschiedene Pressevereinigungen gegen diese Erklärung protestiert.
Heute zeigt sich, dass es dringend notwendig ist,
dass man mit der Pressefreiheit auch die Presseverantwortung betont.

Haben die Karikaturzeichner also ihre Presseverantwortung nicht wahrgenommen?

Sie haben mehrere Tabus auf einmal verletzt.
Der Islam ist gegen religiöse Menschendarstellungen und
will den Propheten nicht abgebildet haben,
um auch jeglichen Götzendienst zu vermeiden.
Wenn man nun diesen Propheten in Form von Karikaturen
mit terroristischen Zeichen und mit modernen Waffen in Verbindung bringt,
dann ist man da zu weit gegangen.
Wenn strafrechtlich vorgegangen werden kann,
gegen die Verleumdung einzelner Personen oder Organisationen,
zum Beispiel gegen Holocaust-Leugner,
dann geht es nicht an,
dass man religiöse Symbole beliebig missbrauchen kann.
Das gilt nicht nur für den Propheten Mohammed, sondern auch für Jesus Christus.
Ich habe mich oft darüber geärgert,
mit welchem Leichtsinn und welcher Unverschämtheit
Jesus von Nazareth bedacht wurde.
Das geht schlicht zu weit und da wäre Besinnung dringend nötig.«




5. Februar 2015 - Heinz Kobald


_________________________________

Quelle:
Hans Küng - "Doppelbödigkeit der westlichen Politik muss ein Ende finden"
07. 02. 2006
Der Theologe Hans Küng sieht eine Mitverantwortung des Westens
im Streit um die Karikaturen des Propheten Mohammed.
Im Interview mit DW-WORLD fordert er die westliche Welt zur Besinnung auf.


5.2.15 08:58


Charlie, der Islam und die Meinungsfreiheit

Das Attentat auf Charlie Hebdo
Das Attentat auf "Charlie Hebdo"


Auszüge aus dem Kommentar in CIG 3 / 2015: ( * )

»Das Attentat auf "Charlie Hebdo" hat die Menschen vieler Weltgegenden erschüttert.

Die Mörder wollten die Ehre Allahs und des "Propheten" Mohammed wiederherstellen,
deren Lästerung durch das sogenannte Satiremagazin rächen.

Wir trauern, und wir haben Mitleid mit den Opfern und mit den Machern des Blattes,
auch wenn uns deren penetrante antireligiöse Militanz beleidigt.

Die Beileidsbekundungen steigerten sich rasch zu einer kollektiven Empörung.
Alle waren plötzlich Charlie.

In der Entrüstung hieß es allerdings sofort auch wieder aus vielen Mündern:
"Satire darf alles!"

Die Verunglimpfung, Verächtlichmachung des Heiligsten,
das der Mensch in seiner Sündigkeit und Sterblichkeit haben kann,
wurde geradezu zum Inbegriff der Freiheit der freien Welt stilisiert.

Sogar Theologen verstiegen sich wieder einmal zur Behauptung
Gott könne gar nicht beleidig werden. Woher wissen die das?
Hat Gott es ihnen per Verbalinspiration mitgeteilt, ins Ohr gesagt?

Unter dem Deckmantel von Satire wird offenbar alles gerechtfertigt,
sogar übelste antireligiöse Volksverhetzung.

Doch Opfer sind Opfer, ihnen gehört unsere Anteilnahme, unser Mitempfinden,
und Mörder sind Mörder, besonders barbarisch, wenn sie im Namen Gottes handeln.

Wer gestern darauf hinwies, dass der Islamismus im Islam,
in seiner Ursprungsgeschichte, in der Person Mohammeds selber verankert ist,
wurde vom Medien-Mainstream und von einem kollektiven Entrüstungssturm
nicht zum - was logisch wäre - "Islamistenfeind", sondern zum "Islamfeind" gestempelt.

Wer als derselbe heute die Lästerungen von "Charlie Hebdo" verwerflich findet,
wird in der Shit-storm-Logik plötzlich zum Dschihadistenfreund gemacht.
lrgendetwas kann da nicht stimmen.

Vielleicht denken die Hysteriker und Shitstormer mal darüber nach,
wieviel Intelligenz sich in "Schwarmintelligenz" befindet.

Das Logo JE SUIS CHARLIE hat - unbeabsichtigt -
in sich eine kleine ironische Pointe versteckt.
Wer schnell liest, das Achtelgeviert zwischen JE und SUIS optisch überspringt
und dabei auch noch das I übersieht, liest: JESUS.
Wie witzig, wie satirisch!

Ich bin solidarisch mit den Opfern,
besorgt um des christlichen Abendlandes Freiheit und Geistessubstanz,
aber ich bin nicht Charlie.
« ( * )


Dieses hier ausgedrückte Unbehagen ist es,
vor dem die "Beschützer des Abendlandes" die Menschen in Europa aufrichtig bewahren sollten.


8. Februar 2015 - Heinz Kobald


_______________________________________


( * ) Quelle:
FREIBURG, 18. JANUAR 2015 - CIG 3 / 2015
DER KOMMENTAR - JE SUIS CHARLIE ?


8.2.15 16:51


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