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Brot des Lebens

Brot Fleisch geworden
Das Brot, das Fleisch geworden ist



Wie kann uns dieser sein Fleisch zu essen geben?
Diese Frage erschreckte die Männer am Tisch.
Da saßen sie mit dem Mann, dem sie viele Jahre lang gefolgt waren und seinen Worten zugehört hatten. Viele seiner Worte hatten sie überrascht, weil er so viel Neues Denken von ihnen verlangt hatte.
Aber jetzt? Wie sollten sie diese Worte verstehen?
Saß er nicht mit ihnen am Tisch? Sahen sie nicht das Brot in seinen Händen, wie er es in Stücke brach und ihnen reichte.
Nehmet, das ist mein Fleisch.
Dann nahm er den Kelch mit dem Wein und sagte, das ist mein Blut, das für euch und für alle vergossen wird.
Sie hatten erkennen müssen, ihr Leben war mit dem Leben dieses Mannes nicht zu vergleichen.
Aber seine Worte jetzt überstiegen alles, was er bisher von ihnen verlangt hatte.
Er forderte sie sogar auf, das zu seinem Gedenken immer wieder zu tun. Wozu?
Das Geschehen erfasste sie mit seiner Ungeheuerlichkeit, die sie nicht wiederholen wollten. Wer von ihnen sollte den Mut dazu haben? Keiner von ihnen dachte daran, mit einem Messer ein Stück Fleisch aus seinem Körper zu schneiden. Oder gar das Blut zu trinken, das aus der Wunde floß.
Brot und Wein, das hatten sie auf ihren Wegen oft gegessen und getrunken. Aber nach diesen Worten wußten sie nicht, würden sie davon wieder essen können, ohne an den Schrecken aus den Worten zu denken, die dieser Mann an ihrem Tisch von sich selbst gesprochen hatte?
Er sprach auch von seinem Abschied von ihnen. Das konnten sie auch nicht verstehen, er sollte nicht mehr da sein, sie nicht mehr mit ihm gehen können?
Brot als Fleisch, Wein als Blut, das konnte in ihren Vorstellungen noch einen Platz finden, aber dieses Brot als sein Fleisch zu sehen und den Wein als sein Blut. Das für sie alle vergossen werden soll? Nein, Nein, das konnte nicht sein.
Unvorstellbar auch, sie sollten sich gemeinsam an einen Tisch setzen, das Brot brechen und es essen und dabei an sein Fleisch denken. Ganz gewiß würde ihnen auch der Wein nicht als sein Blut schmecken.
Warum nur hatte er ihnen diese Bilder gegeben?
Wie sollten sie wieder Brot essen, wenn sie hungrig waren, und Wein trinken, wenn sie der Durst plagte, ohne dabei an ihn zu denken?
Er wollte ihnen doch ein Zeichen geben, bei dem sie an ihn denken sollten, darum sollten sie es auch wiederholen. Aber warum nur mußte er das Brot zu seinem Fleisch machen und den Wein zu seinem Blut? Weil Brot und Wein so wichtig waren, um ihren Hunger und ihren Durst zu stillen? Weil sie mit diesen Speisen ihr Leben erhalten konnten?
Welches Leben wollte er ihnen mit diesem Brot und dem Wein geben? Welches Leben wollte er ihnen damit erhalten?
Ihr Verstand blieb verschlossen.
Brot, das sein Fleisch sein sollte.
Wein, das sein Blut sein sollte.
Alle sollten sie davon essen und trinken?
Zu welchem Leben führte er sie jetzt?


Ostern 2016 © Heinz Kobald


19.3.16 17:56
 
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