Alt Pfadfinder Rosenheim


  Startseite
    Stammtisch
    Termine
    Jahres-Treffen
    Georgstag
    Memoriam
    Gebet
    Lebensfreude
    Wanderungen
    Aktionen
    DPSG
    Der Große Pfad
  Über...
  Archiv
  Abonnieren
 



  Links
   DPSG Rosenheim
   Deutsche Pfadfinderschaft St.Georg
   Freunde und Förderer der DPSG e.V. Bundesverband
   Pfadfinderdorf Zellhof
   Katholischer Nachrichtendienst
   Christ in der Gegenwart
   Te Deum - Heute -
   Steyler Mission
   Stiftung Artenschutz
   METI School Bangladesh
   Anna Heringer, Architektin
   Der unerträgliche Standpunkt




  Letztes Feedback



https://myblog.de/altpfadfinderrosenheim

Gratis bloggen bei
myblog.de





Den Weg finden

Den richtigen Weg findenGehe ich vor dir, dann
weiß ich nicht, ob ich dich
auf den richtigen Weg bringe.

Gehst du vor mir, dann weiß
ich nicht, ob du mich auf den
richtigen Weg bringst.

Gehe ich neben dir,
werden wir gemeinsam
den richtigen Weg finden.


Afrika



14.9.21 20:54


Entbuschung 2021 Hochgern

Es geht weiter mit erneuerten Kräften

Entbuschung
vom 1. und 2. Oktober 2021
am Hochgern/Unterwössen


Liebe Freunde unserer Entbuschungsaktionen,
es ist wieder soweit, Sepp hat in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsfplegeverband Traunstein einen Pflegeeinsatz am Hochgern vereinbart. Lest das Einladungschreiben von Sepp Heringer.
Das ist unsere zwölfte Entbuschungs-Aktion. Es begann vor 12 Jahren in Unterwössen. Damals trafen wir uns, auf dem Parkplatz vor der Kirche in Unterwössen am 15.11.2009, zum Einsatz in der Hollandau.
In den letzten Jahren ist die Teilnahme der "Altpfadfinder-Oldies“ aus gesundheitlichen Gründen zurück gegangen.
Darum freut es uns, eine jüngere Pfadfinder-Generation unter der Leitung von Emmanuel Heringer, hat bereits im Freutsmoos im letzten Jahr mit 10 Mann tatkräftig mitgeholfen.

Unseren Oldies danke ich herzlich für die Mitarbeit im letzten Jahrzehnt. Bleibt gesund und fit und laßt wieder was hören.

Alle, die sich für den Einsatz anmelden, bekommen 1 Woche vorher die genaueren Mitteilungen, wenn sich Änderungen ergeben haben.

Viele Grüße von

Emmanuel und Schorscho

______________________________________________________________

Einladung zum Entbuschen



In diesem Jahr gehen wir hoch hinaus und haben keine feuchtnasse Landschaftsdelle zu entwalden sondern können von ca.1400 NN aus in einer wunderbaren Landschaft mit Weitblick arbeiten.
Im letzten Jahr waren wir in einem mit Moos gefüllten Toteisbecken. Jetzt gehts auf die Almen des Hochgern-Gebirgsstocks.
Der Landschaftspflegeverband Traunstein mit Jürgen Sandner leitet seit Jahren lohnende Pflegeeinsätze für uns.
In diesem Jahr haben wir zur Aufgabe, ein Biotop zu pflegen. Sein "Herrscher“ ist der Birkhahn mit seinem Hühnervolk.
Oft wurde dieser stolze Hahn besungen und bejodelt oder als Trophäe auf den Hut gesteckt. Unser Ziel ist der Schutz seines Lebensraumes an der südseitigen Hanglage der Hochgern-Almen. Die Rauhfußhühner, so werden sie in der Fachsprache genannt, lieben weites, ungestörtes insekten- und beerenreiches Land. Sie brauchen dichte Einstände, die sie vor Beutegreifern und Wetter schützen. Fichtendickungen müssen frei gelegt werden, um Licht auf die Weideflächen zu bringen. Daneben müssen sie als Schutzhabitate belassen werden.
Eine schwere Arbeit ist es, in Steillagen das Astwerk gefällter Fichten zu Haufen zu sammeln und zu verbrennen. Stärkere Stämme müssen quer gelegt werden, um den Kriechschnee und den Lawinenabgang abzuwehren.
Wir arbeiten Hand in Hand mit den Almbauern der Weide-Genossenschaft und nach Anweisung des Landschaftspflegeverbandes, der sich nach den Vorgaben der Fachexpertise von der höheren Naturschutzbehörde richtet. Ihr Ziel ist, die europabedeutsamen Lebensräume von Birkhahn bis Kreuzotter, Murmeltier und Apollofalter zu schützen.
Als Hüttenstützpunkt dient die Almhütte der Weidegenossenschaft, die Moaralm.
Im Internet könnt ihr Bilder und Informationen zu diesem Almbereich finden.
Dort können wir kochen, essen und im Lager unterm Dach die Matten ausbreiten und in Schlafsäcken übernachten.



Moaralm - Hochgern

Die Anfahrt zur Hochgern-Alm ist lang und beschwerlich auf schmalen Almwegen. Auch mit einer Fahrgenehmigung ist die Auffahrt mit dem eigenen Pkw nicht zu raten.
Wir hoffen auf 2 Tageseinsätze von den Helfern. Die Ausrüstung muss gebirgstauglich sein. Ein kleiner Sägetrupp mit den “Frontmännern“ Peter Rauch und Emmanuel Heringer wird mit Säge Vorarbeit leisten. Die Hauptarbeit der Helfer wird das Zusammentragen und Verfeuern von Fichtenästen sein.
Essen und Trinken ist Gemeinschaftsaufgabe mit den Almbauern.
Der Erlös unserer Arbeit kommt nicht nur der Chiemgau-Natur zugute, sondern auch den Menschen in Bangladesch und Indien mit denen mehrere von uns direkte Beziehungen haben.
Sie haben dort Schulen und Handwerkseinrichtungen gebaut und unterstützen diese schwer von Klima und Corona gebeutelten Menschen.
Für unsere Arbeit wird ein Stundenlohn von 12,50 € angesetzt.

Der Arbeitseinsatz dauert von
Freitag bis Samstag 1. - 2. Okt. 2021,
als Ausweichtermin bei Schlechtwetter
ist der Fr. - Sa., 15. - 16. Oktober 2021 geplant.
Emmanuel und Peter arbeiten am Donnerstag voraus.

Die Anmeldung ist möglich bei

Schorscho Schmid, Tel. 08031-3523960
e-mail: georg.schmid.ro@gmx.de

Emmanuel Heringer Tel. 08039-9088199
Handy 0160-90379052
e-mail: kontakt@geflechtundraum.de.

Der Obmann der Almbauern ist S. Loider in Unterwössen
Handy: 0179-9311918, e-mail: s.loider@gmx.de.

Treffpunkt und Abfahrt ist der Parkplatz a. d. Kirche in Unterwössen um 7h30. Eueren Pkw könnt ihr beim Loider-Hof nebenan abstellen.
Tageseinsätze sind möglich. Bauer Loider fährt am Freitag, 1. Oktober, selbst um 7h30 hoch und abends wieder hinunter. Er nimmt die Teilnehmer an Tageseinsätzen in seinem Auto mit.
Tagesverpflegung bitte selbst mitbringen.

Auf eine zahlreiche Teilnahme freuen sich die Chiemgauer Berge, die Almbauern, die Menschen in Fernost und die muntere Pfadfinderei.


9.9.21 12:00


Christentum auf der Suche nach Wahrheit

Christentum sucht WahrheitDie Suche nach der Wahrheit
als Tugend des Christentums


»Johannes Paul II. verstand das Christentum
als großen Verfechter und Fürsprecher der Vernunft.
In seiner Enzyklika Fides et Ratio schreibt er:
"Unter den verschiedenen Diensten,
die [die Kirche] der Menschheit anzubieten hat, gibt es einen,
der ihre Verantwortung in ganz besonderer Weise herausstellt:
den Dienst an der Wahrheit.
Diese Sendung macht [...] die gläubige Gemeinde
zur Teilhaberin an der gemeinsamen Bemühung,
welche die Menschheit vollbringt,
um die Wahrheit zu erreichen" (2).
"Beim modernen Menschen, und das nicht nur bei einigen Philosophen, [sind] Haltungen eines verbreiteten Misstrauens
gegenüber den großartigen Erkenntnisfähigkeiten des Menschen zutage getreten.

Mit falscher Bescheidenheit
gibt man sich mit provisorischen Teilwahrheiten zufrieden,
ohne überhaupt noch zu versuchen,
radikale Fragen nach dem Sinn und letzten Grund
des menschlichen, persönlichen und gesellschaftlichen Lebens zu stellen" (5).
"Niemals könnte [der Mensch] sein Leben
auf Zweifel, Ungewissheit oder Lüge gründen;
eine solche Existenz wäre ständig von Angst und Furcht bedroht.
Man kann also den Menschen
als den definieren,
der nach der Wahrheit sucht" (28).10
«



Quelle:
Timothy Radcliff, "Warum Christ sein"
Wie der Glaube unser Leben verändert
© Herder Verlag GmbH, Freiburg im Breisgau 2012

( 6 Gemeinschaft und Wahrheit
Glaube an Vernunft, Seite 193 )

Originalausgabe
"What ist he Point of Being a Chistian"
London, Großbritannien
© 2005 by Timothy Radcliff


Entbuschung der Bischöflichen Archive

In dem, was Radcliff schreibt, stehen noch zwei Sätze.

»Aufgabe des Christentums ist es also, unsere Gesellschaft
an unser verschüttetes Verlangen nach der Wahrheit zu erinnern
und sie auf ihrer Suche zu begleiten. ( Seite 194 )
Sobald gläubige Menschen anfangen, über die Wahrheit zu sprechen, werden die Leute nervös. ( Seite 195 )«

Sollte diese Nervosität die Bischöfe in Deutschland ergriffen haben, wenn sie sich aus ihrer Verantwortung in Gutachten und Rücktritte flüchten?

Könnten wir Pfadfinder mit unserer Erfahrung aus der Landschaftspflege bei der Entbuschung der Archive der Bischöfe mit arbeiten, in denen die Verstöße gegen das geschützte Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit durch das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland seit Jahrzehnten unentdeckt verborgen sind?
Damit wieder Licht auf die Weideflächen kommt!




Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland
vom 23. Mai 1949

I. Die Grundrechte

Artikel 1
Menschenwürde, Grundrechtsbindung der staatlichen Gewalt
( 1 ) Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

( 3 ) Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung,
vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.

Artikel 2
Allgemeine Handlungsfreiheit, Freiheit der Person, Recht auf Leben
( 1 ) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit,
soweit er nicht die Rechte anderer verletzt
und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung
oder das Sittengesetz verstößt.
( 2 ) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
Die Freiheit der Person ist unverletzlich.

Artikel 3
Gleichheit vor dem Gesetz
( 1 ) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
( 3 ) Niemand darf wegen seines Geschlechtes … seiner Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen … Anschauung
benachteiligt oder bevorzugt werden.

Artikel 4
Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit
( 2 ) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Dieser Schutz in Artikel 4 Absatz 2 erlaubt nicht,
gegen Artikel 2 Absatz 2 zu verstoßen.
Priester sind Bürger dieses Rechtsstaates,
sie sind seiner Rechtsordnung unterworfen.
Verletzt ein Bürger dieses Staates
die von der Verfassung geschützten Grundrechte
eines anderen Bürgers dieses Staates
so hat er sich nach dem Gesetz und dem Recht dieses Staates
vor Gericht zu verantworten.
Die Verletzungen in der Seele eines jungen Menschen durch einen Diener Gottes wirken ein Leben lang.
Es bestehen keine religiösen Gründe i. S. v. Artikel 3 Absatz 3,
die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ausschließen.
Bischöfliche Gutachten treten nicht an die Stelle von
Ermittlungen der Staatsanwaltschaft nach dem Gesetz und Recht.

Aufmerksamen Beobachtern dürfte es nicht entgangen sein,
wie überraschend schnell zwei Wochen vor der Bundestagswahl,
die Staatsanwaltschaft das Ministerium
eines Kandidaten für das Amt des Bundeskanzlers
nach Spuren von verbotener Geldwäsche durchsucht.
Obwohl dieser Verdacht bereits seit längerer Zeit besteht.
Wogegen keine Staatsanwaltschaft seit Jahrzehnten
keine Archive der Kirchen durchsucht,
um Ermittlungen über die Verstöße gegen
das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit aufzunehmen.

Ist für die Staatsanwalt die Verletzung von Grundrechten der Bürger von geringerer Bedeutung als die Aufdeckung von verbotener Geldwäsche?
Welche Wahrheit legt das schwerere Gewicht auf die Waage?


____________________________________________________

Das sind die Gedanken einer Alten Eule
aus dem früheren Pfadfinder-Stamm von Christkönig in Rosenheim

a. d. 2021 September 12



12.9.21 14:26


Erinnerungen aus Zeiten vor Corona

Erinnerungen vor CoronaErinnerungen aus der Zeit vor Corona

Da war die Welt genauso wenig in Ordnung wie sie es mit Corona heute ist.



Das ist mein Entwurf für den Schaukasten der Pfadfinder von St.Nikolaus in Rosenheim aus 1963.
Was Pater Gemmingen in seiner Fastenpredigt 2014 sagte, wartet heute noch auf seine Wirklichkeit.
Auch eine Erinnerung sind die Worte von Paulus an die Korinther in seinem 2. Brief. Er befürchtet, die Gemeinde bei seinem Besuch nicht so vorzufinden wie er es sich erhofft. 2.Korinther 12. 19 - 21

Eine Erinnerung aus langer Zeit vor Corona erreicht mich noch heute:
Der Zorn ist eine große Gestaltungskraft der Zivilisation.
Der Satz ist von Thomas von Aquin:
»Der Zorn ist eine der großen Zivilisationskräfte der Menscheit.«
Ein anderer überraschender Satz:
»Die Vernunft kann sich mit größerer Wucht dem Bösen entgegenstellen,
wenn der Zorn ihr dienstbar zur Hand geht.
«
Das sagte der Papst.

8.4.21 22:11


Umdenken mit Papst Franziskus

Fastenpredigt 2014 Umdenken mit Papst Franziskus



Aus der Fasten-Predigt 2014

von P. Eberhard von Gemmingen SJ


P. Eberhard von Gemmingen knüpft an die Predigt Jesu an:
Kehrt um und glaubt an das Evangelium.
"Metanoeite" heißt es auf Griechisch - bekehrt euch.
»Der Papst ist ein Radikaler.
Er will nicht, dass seine Kirche mehrheitsfähig wird.
Er denkt von der Wurzel her.
Wenn die Kirchenmitglieder das zu Ende denken, müsste es ihnen schwindelig werden.
Sie sollen rausgehen an die Ränder der Gesellschaften und Existenzen,
der Erhalt der Institution soll ihnen zweitrangig sein.
Sie sollen nicht mehr zur Seelenruhe in den reichen Ländern beitragen, sie sollen verunsichern:
«
Stimmen unsere Maßstäbe noch?
Den Bürgerlichen, sagt der Papst: »Eure Art zu leben tötet.«
Nimmt die katholische Kirche ernst, was ihr Papst sagt, stehen ihr unbequeme Zeiten bevor."

Das Leben mit Jesus muss immer unbequem sein. Er sagt:
»Ich bin nicht gekommen, den Frieden zu bringen, sondern das Schwert.
Er sagt: Wer Vater und Mutter mehr liebt als mich ist meiner nicht wert.
Ins Himmelreich kommt nur, wer alles loslässt

Haben wir lange Zeit versucht oder versuchen wir immer noch, uns das Christsein zu Recht zu legen, sodass es beruhigend ist.
Ist Franziskus nun der Barmherzige oder der Aufregende, Ärgerliche?
Legen wir ihn uns schon wieder gut bürgerlich zurecht, damit er uns nicht aufregt?
Oder ist er für die Anständigen, Bürgerlichen und Wohlhabenden der Aufregende?
Und für die Sünder, die Abweichler, die Hungerleider der Barmherzige?

Wir haben nicht zu urteilen, nicht zu verurteilen:
Wir sollen die Sünde verabscheuen und gleichzeitig den Sünder lieben. Das hat Jesus getan.
Das bringt uns in eine ungewöhnliche und nicht ausdrücklich unbürgerliche Spannung, die wir nur aushalten, wenn wir sie bewusst annehmen.
Gerade die Ordnung Liebenden in Germanien unterscheiden gerne zwischen denen drinnen, die dazu gehören und denen draußen, die nicht würdig sind.
Das ist falsch und unchristlich.
Franziskus fordert,
die draußen ebenso zu lieben wie die drinnen.

Auch Menschen, die ohne Ehe oder in ungültiger Ehe zusammenleben.
Alle müssen sich vor der Kommunion ehrlich als unwürdig und als Sünder bekennen.
Auch wer seine mühsame Ehe durchhält, muss vor der Kommunion bekennen:
Ich bin ein Sünder.
Ohne Sünde und wirklich würdig ist niemand.

Ich hoffe, Franziskus findet eine barmherzige Lösung für die geschiedenen Wiederverheirateten.
Jeder der zur Kommunion geht, muss sich mit dem eigenen Versagen auseinandersetzen.
Jeder - nicht nur der geschiedene Wiederverheiratete.
Nicht nur der homosexuell oder die lesbisch Veranlagte müssen sich mit ihrem Leben und Versagen auseinandersetzen - auch die Heterosexuellen.
Wir müssen uns vor Gott mit dem Gebrauch unserer Freiheit auseinandersetzen.
Die Menschen in Mitteleuropa sind besondere Freunde der Ordnung, sie sollten weniger auf das von Autoritäten Erlaubte warten und mehr wagen, ihr Tun selbst vor Gott zu verantworten. Das tun anderer Völker ungezwungener als die Menschen in Europa. Wir müssen unser Tun allein vor Gott verantworten.
Die Menschen in Mitteleuropa sind besondere Ordnungsliebhaber. Andere Völker denken und handeln selbstbewußter.
In Europa fühlen sich die Menschen nur wohl, wenn sie mit der kirchlichen Autorität übereinstimmen. Vielleicht haben sie mehr Angst als Andere, selbständig zu urteilen. Vielleicht protestieren sie eher, weil sie Angst vor der eigenen Verantwortung haben und die Erlaubnis von einer Autorität erhalten wollen.
Wir wagen es nicht, mit Überlegung und ohne Protest unser Tun vor Gott selbst zu verantworten.
Das können die Mitteleuropäer von Anderen lernen. Sie tun es besser.
Unsere Stärke ist die Ordnung. Sie kann auch zur Schwäche werden. Wir haben Stärken, verhalten uns aber wie Kinder - doch Kinder sollen wir sein.
Wir ärgern uns über rote Schuhe, über einen Papsthut, über einen Dieb, der Dokumente vom päpstlichen Schreibtisch entwendet, wir ärgern uns über die Vatikanbank, ärgern uns über Badewannen und Adventskranzgestelle.

Ist es nicht unwürdig, so viel Ärger auf solche Dummheiten zu verwenden? Sie verdienen unsere Beachtung nicht.
Es gibt so viele wirkliche Skandale, die unseren Ärger verdienen.
Papst Franziskus würde sagen, Sie verdienen nicht unsere Aufmerksamkeit, auch wenn sie noch so dumm sind.

Die Zeit erfordert ein Umdenken!
Wir müssen selbständig mitdenken, wir sollen verantwortungsbewusst mitdenken.
Wir müssen Vieles selbst in die Hand nehmen, wenn wir wünschen, dass etwas geschieht und verändert wird.

Wenn wir bewußt von Jesus Christus her mitdenken, fällt uns auf, die meisten Menschen unter 50 oder unter 60 haben nichts mehr mit der Kirche zu tun. Nach der Ernstkommunion und der Firmung ist es aus und vorbei.
Wie ist das zu verstehen? Sollen wir uns nachdenklich fragen:
Beten diese Menschen für sich und zuhause?
Haben sie eine Ahnung, was Beten wirklich ist?
Können sie das Vaterunser? Wissen sie wie das Kreuzzeichen getan wird? Kennen sie die zehn Gebote?
Haben sie eine Ahnung von Adam und Eva, von Moses und Abraham?
Wissen sie, was mit dem Wort Bergpredigt gemeint ist, mit den Seligpreisungen:
Selig die Hungernden, die Armen, die verfolgt werden?
Wissen sie, warum Jesus getötet worden ist?Haben sie eine Ahnung, was nach dem Tod Jesu weiter geschehen ist?
Wissen sie, dass der Glaube an Jesus Christus sich gegen den mörderischen Widerstand der Staatsmacht durchgesetzt hat? Warum haben sie keine Ahnung davon?
Müssen wir uns nicht fragen: Was ist die Ursache dafür? Es gehen doch alle in den Religionsunterricht?
Franziskus würde uns sagen:
Ihr kommt nicht daran vorbei,
ihr müßt die Antworten selbst suchen
.
Wenn es euch etwas bedeutet, wartet nicht auf Priester, auf Religionslehrer. Denen gelingt es offensichtlich nicht.

Umdenken mit Franziskus heißt:
Selbst Unrichtiges wahrnehmen und etwas dagegen tun.
Es ist nicht unmöglich!
Es genügt nicht, dass Franziskus in der Casa Santa Marta wohnt, gemeinsam mit den anderen Hausgästen isst, einfache Schuhe trägt, ein kleines Auto fährt.
Franziskus würde uns sagen:
Ich habe den Vatikan nicht abgeschafft, ich habe bisher keine Strukturen geändert.
Ich tue das, was ich kann. Tut ihr bitte, was ihr könnt.
Das Beten lernen Kinder nicht vom Pfarrer oder vom Religionslehrer. Entweder sie lernen es von ihren Eltern und Großeltern oder gar nicht.
Schaut nicht auf den Vatikan, auf die Bischöfe und Kardinäle, auf die Gemeinden ohne Pfarrer.
Mit Schimpfen ändert ihr nichts.

Umdenken mit Franziskus bedeutet für die Kirche,
Jede Gläubige und jeder Gläubiger muß sich selbst fragen.
Die von oben her gut organisierte Kirche funktioniert nicht mehr so wie sie Jahrhunderte lang funktioniert hat.
Sie war den Gläubigen ein Vormund.
Wir müssen verantwortungsbewusst selbst denken und selbst handeln.
Wir sind selbst für unser Glaubensleben verantwortlich.
Die Kirche als Amtskirche funktioniert nicht.

Die Nachdenklichen haben es erkannt. Sie bilden eigene Räume des Glaubens.

Umdenken bedeutet: Wir müssen ernsthaft neu erkennen.
Religion ist eine Quelle hoch entwickelter Kultur und nicht allein Sache des Einzelnen.
Der gemeinsame christliche Glaube ist die Quelle eines lebendigen Gemeinwesens, einer Rechtsordnung, einer hoch entwickelten Kultur.
Es ist kein Hindernis für wahres Menschsein, sondern eine verlässliche Stütze.

Franziskus pflegte die Theologie des Volkes.
So hieß Befreiungstheologie in Argentinien.
Wir haben uns in Europa daran gewöhnt, Religion als Sache des Einzelnen anzusehen, weil wir niemanden unterdrücken wollen.
Dabei sind wir in den entgegen gesetzten Straßengraben geraten.
Wir müssen wieder erkennen, die wichtigsten kulturellen Quellen, aus denen wir leben, haben ihre Wurzeln im Alten und Neuen Testament.
Unsere Vorstellung von der unantastbaren Menschenwürde kommt aus dem Schöpfungsbericht:
Gott schuf den Menschen nach seinem Bild und Gleichnis.
Er schuf sie als Adam und Eva. Diese Paarbeziehung ist die Grundlage unserer Kultur.
Homosexuelle müssen wir respektieren.
Das Menschenleben ist heilig, unantastbar von der Empfängnis bis zum Tod.
Alle Menschen sind gleich an Würde: als Mann und als Frau.
Weil das Leben des Menschen unantastbar ist, gibt es die Menschenrechte.
Kirchenleute waren in diesem Bereich eine lange Zeit in ihrer Erkenntnis sehr eingeschränkt.
Nach langem Streiten sind sie zu einer Einsicht gekommen.
Die europäischen Vorstellungen von Recht ruhen im Alten und Neuen Testament.
Ebenso die Vorstellungen über soziale Gerechtigkeit.
Religion ist keine Sache des Einzelnen, sondern Quelle der gemeinsamen Kultur.

Niemand darf jedoch zu einem religiösen Glauben gezwungen werden.
Die Glaubenden dürfen nicht daran gehindert werden, ihre Überzeugungen zu bekennen.
Die Gegenwart erliegt einem Missverständnis:
Europa muß sich bewußt sein, seine sozialen und rechtlichen Normen gehen auf Jesus Christus zurück.
Das Römische Recht und die Aufklärung enstanden nach Christus.
Nach diesen Normen leben auch die Menschen, die sagen, sie können nicht an Gott und Jesus Christus glauben. Sie leben aber nach dem, was in Europa gelehrt wird.
Der US-amerikanische Soziologe Jose Casanova vertritt die Ansicht:
Im Unterschied zu Gebildeten in Asien, Afrika und Amerika haben die Europäer Angst vor der Religion. Sie fürchten, Religion mache intolerant, aggressiv, verursache Kriege.
Dabei vergessen sie, Religion ist vor allem die Quelle für eine hoch entwickelte Kultur.
Die Bildung der Antike wurde durch die Klöster weiter gegeben.
Die Kirche pflegte die Kranken, sie förderte die Kunst und die Kultur.
Wer schuf Sozialeinrichtungen? Es waren glaubende Menschen.
Heute herrscht die Ansicht, das verdrängen zu wollen und blind dafür zu sein.
Franziskus pflegt die Theologie des Volkes.
Pflegen wir die christlichen Quellen der Kultur, wenn wir nicht geistig verkommen wollen.

Der reine Pragmatismus tötet die Humanität.
Es ist ein Irrtum, nur nach humanen Werten allein zu leben, mache human.
Wir dürfen nicht urteilen, nicht verurteilen.
Wir müssen den Glauben als Quelle der Kultur anerkennen und lebendig halten.

Quelle:
aus der Fastenpredigt 2014 von P. Eberhard von Gemmingen SJ


8.4.21 22:36


Erneuerung

Erneuerung

Herr,
erneuere deine Kirche -
beginne mit mir -
Herr,
baue deine Gemeinde -
beginne mit mir -
Herr,
lass Frieden
auf der Erde sein -
beginne bei mir -
Herr,
bringe deine Liebe und Wahrheit
zu den Menschen -
beginne bei mir.

Gebet eines Christen in China
Franziskaner


7.5.21 07:24


Frohe Weihnacht 2019

Des Kind

De Menschn ham scho
Städte baut
Soldatn ham se
in de Kriag daschlogn
De oan woin de Macht
de andan as Geld
Fia olle hats ned glangt
in dera Welt
Es war koa Friedn
Des hams gwusst
De Philosophn
ham se gfragt
was olle Menschn
und warum so plagt



Da war a Gschicht
vo gscheide Männa
dass de amoi
vo weit her kemma
A Stern fihrats in
a kloane Stadt
Dort taatn dann
de Himmi singa
Geborn wurat
a Kind im Stoi
Des taat den Friedn bringa
und de Erlösung
vo alla Last

Doch war a Kini aa scho da
der war iba des Kind ned froh
A Kini der wo grässa waar
Des bedeit fia eam Gefahr
fia sein Thron und fia sei Lebn
Drum hat a dene Männa
de Weisung mitgebn
Sie soins eam sangn
Dann taat a aa
zum Kind higeh
Denkt hat a se
Er werds daschlagn

Doch is des hernach
andas kemma
wei de gscheidn Männa
an andan Weg nemma

De Nacht is dann
wirkli kemma
Worn is unsa
Weihnachtsfest
Heit miassat ma
da dro denga
Wamma uns
in dera Nacht
was schengan



__________________
2019 © Heinz Kobald



24.12.19 07:17


Großholzhausen 2019 Begrüßung



Altpfadfinder -innen - Gottesdienst am 28.9.2019,
16 Uhr in der Kirche St. Georg in Großholzhausen


Liebe Altpfadfinderinnen, liebe Altpfadfinder,
liebe Freundinnen und Freunde,
zu diesem Gottesdienst begrüße ich Euch herzlich.

Wir haben ihn unter das Thema gestellt:
Unsere Verantwortung für die Schöpfung Gottes oder
wie es Papst Franziskus in seiner Umwelt- und Sozial- Enzyklika "Laudato si"
benannt hat "Über die Sorge für das gemeinsame Haus".

Zur Einleitung
lese ich Euch den ersten Abschnitt aus dieser Enzyklika vor:

Lautado si, mi Signore - Gelobt seist du, mein Herr,
sang der heilige Franziskus von Assisi.
In diesem Lobgesang erinnerte er uns daran,
dass unser gemeinsames Haus, wie eine Schwester ist,
mit der wir das Leben teilen, und wie eine schöne Mutter,
die uns in die Arme schließt:
"Gelobt bist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns erhält und lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt
und bunte Blumen und Kräuter".


29.10.19 06:01


Großholzhausen 2019 Gottesdienst



Altpfadfinder -innen Gottesdienst
Kirche St. Georg in Großholzhausen
Samstag, 28. September 2019

Unsere Verantwortung für die Schöpfung Gottes oder
"Über die Sorge für das gemeinsame Haus"


Wir feiern Gottesdienst im Namen Gottes, des Vaters,
der gerecht und gütig ist,
im Namen Jesu Christi, der uns auf die Quelle des Lebens hinweist,
im Namen des Heiligen Geistes, der uns beflügelt mit seiner Kraft.

Kyrie:

Herr Jesus Christus, du führst uns zu den Quellen des Lebens;
Du schenkst uns "Leben in Fülle"
Herr, erbarme dich.

Herr Jesus Christus, du willst, dass wir uns für das Leben einsetzen
Statt die Schöpfung zu zerstören und Leben zu nehmen.
Christus, erbarme dich.

Herr Jesus Christus, du führst uns,
die Menschen guten Willens in allen Kontinenten,
in der gemeinsamen Sorge um Gottes Schöpfung zusammen.
Herr, erbarme dich.

Der allmächtige Gott erbarme sich unser.
Er reiche uns seine helfende Hand,
damit wir den Weg zum Leben gehen können und dahin zurückfinden.
Amen.

Tagesgebet:

Unser Gott, du bist Leben, dein Reich wirkt verborgen und unscheinbar.
Lass uns zum Sauerteig des Lebens werden, damit alle zu essen haben.
Lass uns ein Senfkorn pflanzen, damit Hoffnung daraus wächst und Segen.
Lass uns zur Hoffnung und Freude für andere werden.

Lesung: Genesis 2, 4b - 9.15 Der Mensch im Garten Eden

Evangelium: Mt 6, 25 - 33 Von der rechten Sorge

Gedanken zum Thema: Über die Sorge für das gemeinsame Haus

Albert Sanftl: Umweltverschmutzung und Klimawandel
Georg Schmid: Weltweit soziale Ungerechtigkeit
Sepp Heringer: Ökologische Umkehr

Schluss-Segen:

Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat,
von dem alles stammt, was lebt,
Pflanzen, Tiere und Menschen,
er sei mit uns,
unser Leben zu schützen und zu segnen.

Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat,
helfe uns, seiner Schöpfung mit Ehrfurcht zu begegnen,
statt sie zu missachten,
statt sie auszubeuten,
statt sie zu zerstören.

Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat
unterstütze uns mit seiner Kraft,
mit der Schöpfung so umzugehen,
dass sie auch kommenden Generationen noch ein Garten ist,
in dem sie mit Freude leben.

So segne uns Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.


29.10.19 06:08


Großholzhausen 2019

Okologische Umkehr:



Als Pfadis waren wir gewohnt, nach Wegzeichen unseren Pfad durch die freie Natur zu suchen.
Wir lernten umzukehren, wenn wir uns beim Georgslauf verirrt hatten.
Heute gibt es drastische Wegzeichen allerorts, die nach Umkehr rufen.
Wir haben verlernt die Rechnung mit dem "Oekos" dem großen Gasthaus der Natur zu machen.
Das Logische hat uns im großen Stil verlassen.
Unsere Navis in Superkarossen drohen uns in den Abgrund zu steuern.
Wer weist die Richtung für einen richtigen Pfad in die Zukunft?
Mit Papst Franziskus und seiner Handlungsanleitung "Laudato si..."
für das Fortschreiten der Menschheit haben wir,
nicht nur für die Kirche, eine überzeugende Leitfigur.
Als Pfadfinder und Christen wollen wir alles daran setzen,
dem so verhockten Geist, in der Liturgie, der Kirchensprache, der Hierarchie,
der dem Aufbruch entgegensteht, mit dem "Wind of Change"
des Heiligen Geistes zu begegnen.

Geistes- und Naturwissenschaft muss zusammengedacht werden,
"die Offenbarung steht nicht nur in der Bibel, sondern auch in der Schöpfung"
Thomas von Aquin.

Vieles in der Bibel sollte nicht mehr gelesen werden, "umblättern" ist angesagt.




Die Oldscouts sollten sich freuen, dass ein großer Teil der Jugend
für das "gemeinsame Haus" und eine gedeihliche Zukunft auf die Strasse geht.
Wir wollen mitgehen und den jungen Menschen lernen,
wie man mit "weniger" viel "besser" leben kann.
Wir Alten haben in jungen Jahren durchaus "glückliche Mangelzeiten" erlebt,
haben durch das Pfadfindergesetz gelernt,
"der Pfadfinder lebt sparsam und einfach,
der Pfadfinder schützt Pflanzen und Tiere".
Wir wissen auch um Techniken eines gelungenen Lebens.
Wir wollen in der Politik mitmischen,
dort ist die "Umkehr" am zögerlichsten.
Wir können hörbar den Mund aufmachen, brauchen auf keine Karriere Rücksicht nehmen,
haben nichts zu verlieren als die Ehre, die uns verpflichtet,
eine würdige Generation zu sein, die als Finder des "guten Pfades"
für eine gelingende Zukunft mit Kopf, Herz und Hand arbeitet.

Gut Pfad!


29.10.19 06:13


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung